Flucht und Asyl

Solingen/Auch in Solingen gab es Debatten um den Zuzug und die Unterkunft von Flüchtlingen. Die gesellschaftliche Auseinandersetzung wurde von sachlich bis emotional geführt.

 

Die zuständigen Dienste der Stadt haben jedoch bei der Unterbringung und ersten Anläufen für Integration gute Arbeit geleistet. Zahlen und Fakten teilt die Stadt jetzt mit.

 

"Aktuelle Zahl und Herkunft:

2842 geflüchtete Menschen aus 56 Ländern leben aktuell in Solingen. Sie kommen vor allem aus:

 

- Syrien: 1203

- Irak: 305

- Afghanistan: 236

- Eritrea: 79

 

Die Entwicklung der Zuweisungen in den vergangenen drei Jahren:

2015: 1321

2016: 422

2017 116

Unterbringung der Menschen:

33 leben in Gemeinschaftsunterkünften

533 leben in Einrichtungen mit Wohnungscharakter

2276 leben in Wohnungen, die sie zum Teil selbst gemietet haben und die zum Teil durch die Stadt angemietet worden sind.

 

Bleibeperspektive:

Menschen, die aus Herkunftsländern geflüchtet sind, die eine Schutzquote von über 50 Prozent aufweisen, haben eine gute Perspektive bleiben zu können. Zu diesen Staaten zählen Syrien, Irak, Iran, Somalia und Eritrea.

 

Kinder:

Bislang konnten alle 767 geflüchteten Kinder und Jugendliche ins Schulsystem integriert werden.

 

Prognose:

Eine Vorhersage ist nur schwer möglich. Die Stadt Solingen orientiert sich an den Prognosen von Land und Bund.

 

Im laufenden Jahr hat Solingen bisher nur 115 Zuweisungen erhalten (Stand Ende November). Die Stadt hatte ihre Aufnahmequote bisher immer übererfüllt. Durch die Schließung des Henry-Dunant-Dorfes an der Monhofer Straße schmilzt die Anrechnung dafür langsam ab. Daher ist davon auszugehen, dass mit sinkender Erfüllungsquote 2018 wieder vermehrt Flüchtlinge zugewiesen werden."

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0