Kolumne der Woche

Sehr geehrte Frau Weidel,

Da hat der Präsident von Eintracht Frankfurt aber eine klare Ansage in Ihre Richtung gemacht. Er verließ die Ebene des Funktionärs und wurde politisch. Für die braune Brut sei kein Platz in seinem Verein, und er erteilte dem Rassismus eine klare Absage.

Für den Präsidenten eines Bundeslegisten eine klare Aussage. Und dann kamen Sie, Frau Weidel. Mit einem bösen Foul, auf der Rechtsaußen Position und einem klaren Eigentor. Ihre Polemik hat in der Tat den Charme einer offenen Hose. Herr Gauland muss Sie in früher Kindheit einmal vom Wickeltisch geschubst haben. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal Ihren Post auf Twitter zitieren: "Irgendwie belustigend, zu was sich drittklassige Proleten eines Fußballvereins so äußern." Das ist nicht nur unsportlich, das ist zutiefst beleidigend. Und Ihre Wähler beschimpfen Sie als städtische Unterschicht. So klassifiziert man nämlich Proleten.

Ihr erbrochenes Wort lehrt mich aber auch, dass Sie keine Populistin sind. Nein, Sie und Ihre Tatgenossen sind einfach nur arrogantes Feudalgespoke. Gutsherren über Leibeigene. Frau Weidel, entsorgen Sie sich selbst! Nehmen Sie im Bundestag in der letzten Reihe neben dem Megafon mit dem Bubikopf Platz. Da kann ein altes Schrapnell, wie Sie, dann langsam und ohne weiteren Schaden anzurichten, ein Wählerirrtum absitzen.


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