Alles darf gesammelt werden

Solingen/von Peter Nied - neben kommunalen, privaten und staatlichen Sammlungen der kulturellen Epochen gibt es auch für den kleinen Mann ein Sammelgebiet für Besteckteile. Obwohl einige der kleinen Löffel richtig gute Preise bringen, sind die Teile nicht als Anlage gedacht, wie z. B. Silberbestecke in einigen Sammlungen.
Es muss jedoch auch hier ganz klar unterschieden werden. Es gibt Löffel aus Silber, Stahl oder Zinn, laufende Kollektionen von Jahreslöffeln oder Löffel zu einer Geburt oder den Hochzeitslöffel. Individuelle Teile also. Es gibt einige Besteckfirmen, die sich darauf spezialisiert haben.
Vorstellen möchten wir hier aber den Souvenirlöffel. Mit einigen Merkmalen hat er einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert. Und dieser Löffel hat sogar eine lange Geschichte.
Die eigentliche Geschichte der Souvenirlöffel begann ca. Mitte der 1850er Jahre in Europa. Initiatoren waren M. W. Galt und Seth F. Low. Galt nahm diese Idee mit in die USA, und 1889 kam mit dem Washington-Löffel die Welle in Bewegung. Im Jahre 1891 wurden diese Löffel auf ganzen Seiten in Zeitungen beworben. Städte, Personen, Tiere und Ereignisse wurden Thema auf diesen Souvenirlöffeln.
Hier in Europa ist die Leidenschaft der Sammler auch noch nicht verbraucht. In einigen Foren wird der Löffel gehandelt und gesammelt. Der Mokka-, Kaffee- oder Zuckerlöffel ist zumeist aus Sterlingsilber. Am oberen Ende ist entweder das Motiv eingeklebt oder direkt geprägt. Viele dieser Löffel haben auch noch eine Darstellung in der Kelle selbst.

Foto: Sammlung Nied

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