Linus gibt alles


Vor dem Supermarkt verschenkt die CDU Ostereier und im Laden kämpft Linus den Kampf seines Lebens. Der Junge, er zählt wohl so acht Lenze, kam schon schreiend und weinend in den Laden.  Seine Mama zog ihn hinter sich her wie einen Sack Kartoffel. Verstehen konnte man ihn nicht, es war eine Art Sirene bei anstehendem Fliegeralarm. Mama bat Linus doch bitte aufzuhören und sich zu beruhigen. Das war für den lieben Kleinen das Signal sich brüllend auf den Boden zu werfen. Chapeau, Linus, der Abroller war bühnenreif. Da hast du sicher lange für trainiert. Die Mama fragte in moderatem Ton, ob er es eventuell in Erwägung ziehen würde, doch bitte wieder aufzustehen. Nein, wollte Linus aber nicht. Die Akustik stieg noch einmal um einige Dezibel an.

Die Mama: "Schau, Linus, der Frau Kassiererin gefällt das auch nicht. Drauf geschissen, er wollte aber die rosa Bonbon haben. In diesem Augenblick bekamen Linus, das kleine Kotzbröckchen, und ich Blickkontakt. Ich zog eine grauenhafte Grimasse und riss die Augen weit auf. Linus bekam Schnappatmung und ging dann zum geordneten Finale über. Er riss beide Beine hoch und machte zwei
verwegene Rollen am Boden. Dabei schrie Linus wie ein abgestochenes Kalb. Er wollte die Bonbons, und dass der blöde Mann aufhört, mit Fratze schneiden.

Mama drehte sich um, aber da war ich schon am Eingang und hatte meinen Spaß.

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