Der 1. Mai - Tradition und digitale Zukunft

Solingen/von Peter Nied-Beim Arbeitnehmer-Empfang am Vorabend des 1. Mai zeigten die Redner klar auf, wohin Arbeitswelt und Gesellschaft in Zukunft gehen werden. Die digitale Zukunft stand schon im Grußwort des Solinger Oberbürgermeister Tim Kurzbach deutlich im Vordergrund. Der Veranstaltungsort, die Gesenkschmiede Hendrichs, spielte sinnbildlich eine zentrale Rolle für Veränderungen in der Arbeitswelt. Es ging um Veränderungen in unserer Gesellschaft und der Arbeitswelt im Speziellen. Kurzbach sprach aber auch die Bereitschaft und Annahme durch die Verantwortlichen an. Nach Umfragen und Reaktionen der Unternehmer in Solingen macht da nur eine Minderheit mit Blick nach vorn mit.
Über die direkten Auswirkungen in der Arbeitswelt sprach der DGB-Vorsitzende für den Stadtverband Solingen, Peter Horn. Von seiner Seite wurde auch auf die Verantwortung der Gewerkschaften verwiesen. Betriebs - und Personalräte seien hier bei der Umsetzung direkt gefragt.
Und schließlich der Vortrag des Herrn Prof. Dr. Klemens Skibicki von der Cologne Business School Köln. Mit Humor und Ernsthaftigkeit in seinem Vortrag zeigte der Redner auf, dass zur Angst vor dem Neuen kein Grund besteht. Skibicki zeigte immer wieder Szenarien auf, die Vergangenheit und Zukunft durchaus in unserem Alltag gut bestehen ließen. Der Redner ging auf den aktuellen Umgang mit
neuen und sozialen Medien ebenso ein, wie auf unser Verhalten damit. Geschickt spielte der Redner mit aktuellem Umgang mit neuen Medien und der Vergangenheit. Sein Fazit: Nie gingen die Gesellschaften von Neuerungen unter. Wobei auf den zu erwartenden Verlust an Arbeitsplätzen nicht detailliert eingegangen wurde. Die Rede war von einer Umwälzung der Arbeitsplätze. Von Arbeitsplätzen und Produktionsschritten die durch neue, andere, Arbeitsplätze ersetzt würden. So blieben einige Fragen zur digitalen Zukunft 4.0 zunächst unbeantwortet.

Am 1. Mai gingen dann die Gewerkschafter auf die Straße. Man traf sich am ehemaligen DGB Haus und der traditionelle Demonstrationszug setzte sich in Bewegung. Auf der Veranstaltung sprachen dann unter dem Motto "Vielfalt, Gerechtigkeit, Solidarität" der Vorsitzende des DGB-Stadtverbands Solingen Peter Horn, Oberbürgermeister der Stadt Solingen Tim O. Kurzbach sowie die Hauptrednerin Prof. Dr. Ursula Engelen-Kefer. Im Anschluss gab es eine Familienfeier, die zurzeit noch läuft.

Foto Nied (c)




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