SOLINGER MESSERMACHER AUF INTERNATIONALER BÜHNE

Solingen/von Peter Nied – Auch in diesem Jahr findet die Messer – Macher – Messe wieder im Deutschen Klingenmuseum statt. Die große Show rund um die scharfen Sachen findet  in Kooperation mit der Deutsche Messermacher Gilde statt. Die Messe ist eine der größten ihrer Art und bricht seit vielen Jahren die Besucherrekorde. Hier stellen Messermacher aus beinahe allen Erdteilen aus, erklären und beraten. Ebenso vertreten sind Händler für Stahl und Heftmaterial.
 
Neu zur Veranstaltung 2018 ist die Messer-Börse. Die MesserBörse ist ein offener Marktplatz rund um das Thema Messer und Messerbau: Nachwuchsmessermacher präsentietren sich hier genauso wie Werkzeug- und Materialhändler, Messerfirmen oder die Anbieter von Second-Hand-Messern. Ein Programm von Workshops zum Messermachen und zur Messernutzung rundet den Tag ab. Die solinger-rundschau.de sprach am Rande der MesserBörse mit dem Solinger Messermacher Matthias Leimküller.

 Der Messermacher Leimküller ist in Solingen geboren und hat Grafik-Design studiert. "Messer haben mich schon immer fasziniert. Ich habe schon als kleines Kind auf dem Küchenbodenmeiner Oma immer gerne mit dem Wetzstahl gespielt. Der hat ein Prima Schwert abgegeben.
Dann mit ca 6 Jahren mein erstes Messer (das alte Fahrtenmesser von meinem Onkel, glaube einLinder) bekommen. Schon damals war das Messer immer am besten, wenn es ganz scharf war. Armhaare rasieren musste sein. damals war fürs schärfen aber noch der Opa zuständig.
Verwendet wurde das Messer meist zum Stöckchen schnitzen, Bude im Wald bauen oder Pfeil und Bogen etc. Angefangen mit Messermachen vor ca. 6 Jahren, als ich mir, nach einem Besuch auf der Messer-MacherMesse eine Klinge von Peter Abel aus der Lindenschmiede habe anfertigen lassen. Dafür habe ich dann den Griff und die Scheide gefertigt und das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich es auch einmal mit dem Messermachen versuchen wollte. habe dann in den folgenden Jahren einige Messer gemacht und ab und an kam halt auch mal jemand, der gerne eines kaufen wollte.
So richtig angefangen hat es aber erst vor ca. 2 Jahren, da habe ich mir einen alten Pließtbock vom Verwerter geholt, habe von einem guten Bekannten eine alte Flott TB10 bekommen und mir dann meinen ,,Keller-Kotten“ eingerichtet...Warum? Es macht mir Spass, ist ein schönes Handwerk und das Messer ist ein nützliches und vielseitiges Werkzeug. Ich mache Werkzeuge, keine Waffen! Zielgruppe: Jäger, Angler, Wanderer, sowie Outdoor Enthusiasten und Sammler. Ich bin das erste mal bei der Messe im Klingenmuseum dabei und freue mich sehr hier einmal ausstellen zu dürfen."

Fotos (c) Leimküller

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