Operative Hektik ersetzt geistige Windstille

Die Interpretation ist in der Praxis immer vor dem Begriff da. Wie gut hatten es doch noch Initiativen wie Attac oder Occupy. Da bestimmte die BILD wer oder was da gegen oder für demonstrierte. Aktuell steht die Bewegung von Sarah Wagenknecht "aufstehen" in den Kinderschuhen. Das wirft die Facebook Maschinerie der alles besser Wissenden gleich an. Ein in den Startlöchern stehendes politisches Bündnis bekommt es von allen Seiten kräftig besorgt. Keine Chance oder alle Chancen. Oder auch ein politischer Suizid. Es werden Keulen von links wie von rechts geschwungen, eine Entwicklung der  Gruppierung ohne tendenziösen Nebengeschmack ist faktisch unmöglich. Und geprägt wie begleitet wird alles durch Erbsenzähler, Antikommunisten und Trolle mit einer selbst gebastelten Grammatik.

Die Lager der Parteien multiplizieren sich, andere haben Panik unter die 5 % zu fallen und die Erregungskultur ist kurz vor ihrem verbalen Höhepunkt. Ja was denn jetzt? Aufstehen oder Fresse halten? Gehört Neues nicht auch zu einer Demokratie? Lehnen wir uns doch zurück und sehen, was daraus wird. Hektik heißt doch auch, dass einen wohl jetzt vergangene Fehler einholen. 

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