Güde - die Messer

Güde - die Messer

Die ganz großen Stückzahlen gibt es bei Güde nicht. Roboter und Massenproduktion gibt es auch nicht. Aber  Handarbeit und Qualität, die gibt es bei Güde schon in der vierten Generation.
 
Gegründet wurde die Schneidwarenfabrik 1910 von Karl Güde. Für ihn stand fest, wie wirklich gute Solinger Messer hergestellt wurden: ganz geschmiedet und alle folgenden Arbeitsgänge ausschließlich von Hand. Diese Tradition führte der Sohn, Franz Güde, konsequent fort.

Der Standort des traditionellen Messerbetriebes liegt etwas abseits von der Katternbergerstraße, vorher wurde an der Kanalstraße produziert.
Früher fertigte Güde auch in Lohnarbeit für andere Solinger Unternehmen, meist waren es Brotmesser mit Welle. Das Firmenzeichen, die drei Palmen, ist seit 1923 eingetragen.

In den Anfängen fertigte man auch noch geschmiedete Bestecke mit Hirschhornheften für die USA.

Franz Güde gelang 1930 die wohl letzte herausragende Erfindung an einem Messer.
Granton in den USA hatte das Patent auf Kullen und das Solinger Zwillingswerk kaufte Granton dieses Patent ab. Güde zog die Kulle nach vorne zur Wate durch, so wurde es zur Welle und Güde meldete diesen Arbeitsgang als Patent an.
Güde entwickelte in den 1930ziger Jahren noch viele Modelle mit Wellen und Verzahnungen, unter anderem auch schon an Rundmessern.

Nach den zweiten Weltkrieg übernahm Franz D. Güde den elterlichen Betrieb. Viele Schneidwarenfabriken wurden nach dem Krieg zu Großunternehmen und Güde konnte nur durch traditionelle und qualitative Handarbeit überleben.

Ein langer Weg wird in dieser Chronik beschrieben. Ein langer Weg auch bis zum Schneidwarentag am Samstag den 1. September 2018. Alle Türen sind offen und Besucher aus den Nachbarstädten und Solingen bekommen eine fachkundige Beratung und Materialkunde. Jeder Mitarbeiter erklärt seine Maschine und die Arbeitsgänge. Mehr Information geht wirklich nicht. Das Team Güde zeigt wie geschliffen wird und wie man mit dem Messer richtig schneidet. Und hier im Mittelpunkt die Brotmesser von Güde und natürlich THE KNIFE. von GÜDE. Die (Wieder-)Entdeckung des Schneidens

Schon auf den ersten Blick wird klar, dass THE KNIFE. relativ wenig mit einem herkömmlichen Kochmesser zu tun hat. Der vermeintlich kurze Griff und die auffällig große Klinge mit dem sehr breiten Rücken – nur bei einem geschmiedeten Messer so zu realisieren – lassen eher an ein Designobjekt denken. Mit THE KNIFE zu kochen ist tatsächlich noch schöner, als es einfach nur anzuschauen!

Auch das ist Güde – Güde die Messer.

(c) Peter Nied/Fotos penpicture

 

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