SPD Ratsfraktion zum Wohnungsbau

SPD-Ratsantrag zum Wohnungsbau: „Auch in Solingen jede Chance nutzen!“

Iris Preuß-Buchholz: „Eine bezahlbare Wohnung bedeutet für viele Sicherheit“

Der „Wohngipfel“ im Kanzleramt beherrscht trotz aller anderen Skandale seit Tagen die Schlagzeilen der Medien: Bundesweit wird diskutiert, wie Wohnraum auch künftig bezahlbar bleiben kann – und wie vor allem für kleine und mittlere Einkommen mehr Wohnungen neu geschaffen werden können. „Egal, was dabei in Berlin herauskommt: Wir müssen auch hier in Solingen jede Chance nutzen“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz. „Unsere Fraktion hat daher für die Ratssitzung am nächsten Donnerstag den Antrag gestellt, die Verwaltung alle Möglichkeiten umfassend prüfen zu lassen.“

Dazu gehörten Auflagen beim Abriss bestehender Wohnhäuser ebenso wie die Frage, ob und wie die Stadt Grundstücke gezielt an Wohnungsbaugenossenschaften verkaufen könnte. „Es gibt längst gute Beispiele wie Münster oder Stuttgart, deren Erfahrungen wir nutzen sollten.“ In vielen Gesprächen und beim Besuch des Solinger Spar- und Bauvereins habe die SPD-Fraktion erneut den großen
Bedarf für sozialen Wohnungsbau festgestellt – aber auch die hohe Nachfrage nach einem gut bezahlbaren mittleren Sektor. Iris Preuß-Buchholz: „Viele Angestellte, Polizisten oder Behördenmitarbeiter verdienen zu viel, um eine geförderte Wohnung zu bekommen. Aber sie können sich auch nicht die Mieten leisten, die in neueren Objekten selbst in Solingen bereits verlangt werden.“

„Die Rathausspitze hat beim sozialen Wohnungsbau seit 2015 schon ordentlich vorgelegt“, sagt die Fraktionsvorsitzende. „Die Rahmenbedingungen müssen wir nun aber auch seitens der Politik neu bedenken.“ Sehr hilfreich sei dabei, dass die sozialen Sorgen vieler Menschen inzwischen deutlich ernster genommen würden als in der Vergangenheit. „Die Erkenntnis setzt sich immer mehr durch,
dass die Sorge vor unbezahlbaren Mieten zu den wesentlichen Grundängsten vieler Menschen zählt. Genauso wie keine oder nur schlecht bezahlte Arbeit, eine unzureichende Krankenversicherung oder eine zu geringe Rente.“ Iris Preuß-Buchholz: „Die Ereignisse der letzten Monate haben bewiesen, dass wir den Begriff Sicherheit neu fassen müssen. Das Leben der Menschen ist von ganz anderen
Sorgen geprägt, als uns manche lauthals weismachen wollen.“ Der Wohngipfel im Kanzleramt sei daher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

 
PM der SPD Fraktion

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