WANZENALARM IN SOLINGEN

WANZENALARM IN SOLINGEN

Solingen/Peter Nied-Mit dem Herbst kommen nun auch wieder Gäste in die Häuser und Wohnungen, die absolut nicht eingeladen waren. Wir kennen das mit Marienkäfern und anderem Gekräuch. In den letzten Jahren nahmen jedoch auch diverse Arten von Blattwanzen (Stinkekäfer) überhand.

In diesem Jahr bekamen flächendeckend die Solinger aber einen gewaltigen Schrecken. Da betrat ein neuer Akteur die Bühne. Viele Solinger hatten die Befürchtung, es könne sich um eine Wanze aus Südamerika handeln. Gemeint ist die Raubwanze „kissing bug". Diese Wanze verbreitet die Chagas-Krankheit. Unsere Redaktion nahm Kontakt mit dem Gesundheitsamt Solingen und dem NABU NRW auf. Herr Karl-Heinz Jelinek gab unserer Zeitung nachstehende Auskunft: "Auf Ihrem Foto ist eine amerikanische Kiefernwanze

abgebildet. Die Verdickungen an den Hinterbeinen kennzeichnen die Art gut." Zu der vermuteten gefährlicheren Art sagte Herr Jelinek: "Triatoma infestans kann ich ausschließen. 
Wenn die Art hier auftritt, dürfte sie mehr oder weniger permanent in den menschlichen Siedlungen leben, da die Art in ihrem tropisch-subtropischen Ursprungsgebiet selbst in diesem Jahr Schwierigkeiten mit unseren Temperaturen in Deutschland hätte. Außerdem deutet das Aufsuchen von Überwinterungsplätzen ganz klar auf das Verhalten einer Art aus der gemäßigten Zone hin.Die Wanze sieht zudem etwas anderes aus. Beachten Sie die Hinterbeine".

Soweit zunächst die Entwarnung aus Düsseldorf. Die Kiefernwanze ist für Menschen zwar absolut ungefährlich aber sehr anhänglich. Zudem können überwinternde Kolonien bis zu 2.000 Tiere erreichen. Erst gestern meldete sich eine Leserin bei uns, die Dame hatte über 30 Exemplare in einem Fensterrahmen. Und wenn man die Brummer raus wirft, kommen sie sofort wieder.

Das Solinger Gesundheitsamt zeigte bisher keine Resonanz auf unsere Anfrage.

Foto: penpicture

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    R.Haller (Dienstag, 16 Oktober 2018 13:42)

    Und womit kann man die Biester für immer vertreiben? Gibt es ein Mittel? Es schüttelt mich richtig, wenn ich dran denke, diese Tierchen fühlen sich evtl. bei mir zuhause wohl. Danke für eine Info im voraus

  • #2

    s. C (Donnerstag, 18 Oktober 2018 12:45)

    Gestern Artikel gelesen, siehe heute ....bei mir am Fenster krabbelt eine ������

  • #3

    Günter Holzer (Mittwoch, 23 Oktober 2019 21:22)

    hier bei mir krabbelt auch sowas rum. Einer hat vor ein paar Jahren ins Wohnzimmer gefunden, an der Decke gehangen, hat sich fallen gelassen und mich im Halbschlaf gezielt hinterm Ohr gebissen.
    Das Fürther Gesundheitsamt meinte bei Abgabe des Insektes, die Raubwanze sei entgegen meinem Verdacht KEIN panstronngylus geniculatus. sieht aber genauso aus. Ausserdem wieso sollte mich ne Kiefernwanze gezielt beissen? Mittlerweile bin ich schwerbehindert mit Polyneuropathien unklarer Genese und zunehmende Darmbeschwerden, auch ne auf der Bisseite existierte 2016 bei mir eine schwere facialisparese, einseitig unklarer Genese. Kann es sein, dass da jemand Blödsinn erzählt hat? Ich bin mir mittlerweile alles andere als sicher, dass es sich nicht um Pan. gen. gehandelt hat.....kann es sein, dass die nur gesagt haben, sie hätten das Insekt zur Bestimmung nach München geschickt? Ohne es tatsächlich zu testen? ist sowas möglich? wer kennt sich aus mit panstrongylus geniculatus und Verwechslungsmöglichkeiten? habe hier immer wieder solche Viecher am Balkon.....