Und der Sauerbraten schmeckt

Köln/Unser Gastgeber hat nicht nur allerlei aus der Küche zu bieten. Das Stapelhäuschen in Köln und seine direkten Nebengebäude, am Fischmarkt 1 – 3, sind in der Altstadt die einzig verbliebenen Stapelhäuser, die bis in das Mittelalter zu datieren sind. Diese Häuser dienten der Lagerung von Fisch, hier war auch der frühere Fischmarkt. Es sind auch heute die einzigen Gebäude aus dieser Zeit, die einen Gaststätten – und Hotelbetrieb führen.

In der Chronik des Stapelhäuschen lesen wir auch noch von einer Besonderheit, einem Aufzug:” Eine Besonderheit im “Stapelhäuschen” ist die Aufzugsvorrichtung, mit der die Waren in früheren Jahrhunderten vermittels des im Giebel angebrachten Auslegers hochgezogen wurden. Es handelte sich hierbei um ein großes Rad mit einer Welle zum Aufspulen des Hanfseiles, das über eine an dem Ausleger angebrachte Rolle läuft. Dieser Aufzug, mit dem früher jedes Handelshaus versehen war, hieß in Köln “Läuvekrane”. Es ist die einzige mittelalterlich Aufzugsanlage dieser Art, die in Köln noch erhalten ist. Das Rad befindet sich im obersten Geschoss (d.i.Läuv) des Hauses Fischmarkt 1 in einem Gastzimmer.”

Die Gastronomie ist absolut zu empfehlen. Geboten wird in einer familiären Atmosphäre rheinisch – bergische Küche. Bei entsprechendem Wetter lässt sich gut draußen sitzen, die Bedienung ist freundlich und zuvorkommend. Die Inneneinrichtung ist im Brauhausstil, jedoch relativ klein und daher sehr gemütlich.
Der Sauerbraten und die Hausmachersülze haben uns überzeugt und auch das Preis – Leistungsverhältnis war in Ordnung. Das Kölsch war gut temperiert.

Text/Foto Peter Nied

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