KNÜPPEL AUS DEM SACK

ein Kommentar von Peter Nied

Die Schwedin Greta Thunberg war es, die zum Schulstreik gegen den Klimawandel und eine unzureichende Umweltpolitik aufrief. Mittlerweile folgen ihr Schülerinnen und Schüler in ganz Europa. Da in Deutschland jedoch das Betreten des Rasens verboten ist, übt die Landesregierung NRW politischen Druck auf die Lehrkräfte und „Fridays for Future“ an. Klar, diese Streiks finden während eigentlicher Schulzeit statt und sind somit nicht legal. Mit Unterrichtsausfall mangels Lehrkräfte hat man auf anderer Seite in Düsseldorf aber kein Problem. Folglich ist operative Hektik angesagt. Knüppel raus statt Kompromiss. Ein Kompromiss könnte zum Beispiel sein, mit den Schülern in den Landtag fahren oder zielführende Unterrichtseinheiten in der regulären Schulzeit zu praktizieren.

Statt dessen lässt die NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer ihren Staatssekretär Mathias Richter von der Leine. Der fordert die Schulleitungen eindringlich zum Durchgreifen auf. Auch die Lehrkräfte werden aufgefordert, kein Auge mehr zu zudrücken. Ich denke, da hat man in Düsseldorf nicht eben den klügsten Schachzug gemacht.

Eine politische Antwort auf die Problematik der jungen Leute findet man offensichtlich nicht.

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