TEILE UND HERRSCHE

ein Kommentar von Peter Nied

Am gestrigen Freitag hatte die Bewegung "Friday For Future" einen Zulauf von über 300.000 Schülern in vielen Städten Deutschlands. Dafür erhalten die Schüler nicht nur sehr viel Zuspruch, sondern auch kräftige Kritik. Wofür wird da überhaupt gestreikt? Für eine saubere Umwelt bei nahezu untätiger Politik. Die Schüler werden nun unbequem. Das alles zeigt mir bekannte Parallelen, wie die Friedensbewegung zu Beginn der 1980er Jahre oder Gewerkschafter die zum Warnstreik die Arbeit niederlegen. Und wieder wollen sie uns spalten, uns gegeneinander ausspielen.

Bei "Friday For Future" hatte man schnell den richtigen Hebel zum Ansetzen. Die Friedensbewegung wurde verkriminalisiert, die Gewerkschafter sind angeblich kommunistisch unterwandert. Und was "stört" nun bei immer mehr Gretas? Richtig, es wird während der Schulzeit demonstriert. Also wird gedroht und man sieht die Schulordnung in Gefahr. Welch verlogene Drohkulisse um die störenden Schüler wieder zurück in die Klassen zu scheuchen. Damit ist das Thema aber immer noch nicht vom Tisch. Und wenn dann, mangels Lehrkörper, kein Unterricht möglich ist sieht man den konservativen und verlogenen Irrsinn der Saubermänner an der Oberfläche.

Es werden noch mehr auf die Straße gehen. Und grade während der Schulzeit streiken bringt die Aufmerksamkeit, denn der Ungehorsam bringt den nötigen Druck.

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