ADFC: Glückwunsch an Aktion in Solingen

 

 

Solingen/Am 29.09. endete die Aktion Stadtradeln, an der die Stadt Solingen erstmalig teilnahm. Der ADFC hat in seiner offenen Gruppe mit 19 aktiven Radlern 6.900km erradelt und lag damit auf dem 4. Platz. Wir freuen uns aber auch über die Tatsache, dass insgesamt 840 Radler in 119 Teams für das Klima in die Pedale getreten sind. Wir gratulieren auch den Stadtradel- Stars, die es geschafft haben 3 Wochen lang auf Ihr Auto zu verzichten.

 

Dabei lassen die Teamnamen auf eine breite Akzeptanz des Radfahrens in der Solinger Bevölkerung schließen: Schulen, Sportvereine, Kitas, Mitarbeiter größerer und kleinerer Unternehmen u.v.m. zeugen davon, dass es trotz topographischer Herausforderungen ein gesteigertes Bedürfnis gibt, sich auch in Solingen bei Fahrten zu Arbeit, zu Einkauf und in der Freizeit aufs Rad zu schwingen.

 

Dies bestärkt uns darin, weiter für die Anliegen der Radler im Alltagsradverkehr zu streiten. Der Erfolg des Solitärs "Korkenziehertrasse" zeigt dabei eindrücklich, dass mit einer vernünftigen Infrastruktur viele Menschen zum Radfahren animiert werden. Diese Trasse kann als Prototyp einer protected bike lane gesehen werden, welche für besonderen Schutz im Großstadtverkehr sorgt. Leider ist hier bisher nicht für einen durchgängigen und verlässlichen Winterdienst gesorgt, was gerade an der Brücken gefährlich ist und so die Trasse im Winter bei Frosttemperaturen fast unbenutzbar macht. Eine (intelligente) Beleuchtung der Strecke wäre ebenfalls wünschenswert.

 

Wir fordern anlässlich des Erfolges beim Stadtradeln von Politik und Stadtverwaltung mehr Mut und Mittel in der Radverkehrsplanung für die zügige Umsetzung stadtteilverbindender, teils auf eigenen Wegen geführten, leistungsfähigen Radwegen. Warum nicht auch einmal steigungungsarme Viaduktlösungen über Lochbaltal, Viehbachtal, Nacker Bachtal, Itterbachtal und Wupper für die Zukunft? Städtebaulich sicher interessante Lösungen.

 

Doch auch kleinere Maßnahmen wie die Ausweisung von Fahrradstraßen und generelles Tempo 30 in Wohngebieten wären wichtige und kostengünstige Schritte, die schnell die Attraktivität des Radverkehres steigern und den Verkehrslärm mindern. Wir appellieren dabei an die Bezirkspolitiker, die über die Einrichtung der 30er Zonen mitentscheiden, an die Sicherheit von Schulwegen zu denken und daran, dass mit sehr hohen Geschwindigkeitsunterschieden das Sicherheitsempfinden von Radlern unterminiert wird.

 

Der ADFC hat dabei passend zur kalten und dunklen Jahreszeit gelbe Warnwesten bedrucken lassen mit der Botschaft an die Autofahrer ausreichend Abstand zum Radfahrer einzuhalten.

 

Der Erfolg des Stadtradelns sollte jedenfalls allen zu denken geben. Solingen braucht sich mit den 840 Teilnehmern dabei nicht hinter der (Unistadt) Wuppertal (1.500 Teilnehmer) bei mehr als doppelt so viel Einwohnern) zu verstecken. Für das Stadtradeln im Kommunalwahljahr 2020 wünschen wir uns aber auch eine stärkere Beteiligung von Kommunalpolitikern, damit diese die Ergebnisse ihrer Entscheidungen selbst erleben.

 

 

 

 

 

 

Foto ADFC (c)

 

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