Die rote Karte

 

 

Ein Gastkommentar von Reinhard Burski

 

 

Am Wochenende gab es schwere Ausschreitungen beim Berliner Bundesligaderby. Ebenfalls in Berlin musste ein kompletter Amateur- und Jugendspieltag wegen eines Streiks der Schiedsrichter abgesagt werden. In Hessen wurde vor wenigen Tagen ein Schiedsrichter durch einen Spieler niedergeschlagen und schwer verletzt. Aber auch der Solinger Fußballkreis ist längst kein Hort der Unschuld mehr. Ein Landesligaspiel musste bereits im zweiten Jahr wegen Sicherheitsbedenken abgesagt werden. Schlimmer noch. Bei einem F-Jugend Turnier gingen vor Kurzem Eltern mit dem Messer aufeinander los. Kurz danach prügelten sich bei einem Bambini-Spiel die Betreuer der beiden Vereine. Gewalt und Respektlosigkeit hat es im Fußball leider immer gegeben. Vergessen wir aber nicht die vielen Spiele, die jedes Wochenende bundesweit und auch im Solinger Fußballkreis stattfinden. In der Regel wird fair und respektvoll miteinander umgegangen. Trotzdem sind die genannten Vorkommnisse ein Warnzeichen. Der Fußball ist für unzählige Fans, Spieler und Vereinsoffizielle ein wesentlicher Bestandteil des Lebens. Wir leben in einer Zeit der Zerrissenheit, des Hasses und der Intoleranz. Dies hervorgerufen, durch Existenzängste, Not und Sorgen. Da ist es kein Wunder, wenn auch der Fußball ab und zu seine hässliche Fratze zeigt. Wie ist dem zu begegnen? DFB oder auch Vertreter des Fußballkreises scheinen überfordert. Drakonische Strafen werden ausgesprochen. Mehr kann man aus der Sicht des Fußballs kaum tun. Es liegt an uns allen. An uns, den Bürgern dieses Landes, an uns den Fans dieses herrlichen Sportes. Entschlossen müssen wir solchen Auswüchsen entgegentreten. Lasst uns den Chaoten an den Wochenenden zeigen, dass wir solche Vorkommnisse nicht erleben wollen. Dass wir gemeinsam stehen gegen Hass und Gewalt!

 

 

Dann wird im Fußball, aber auch sonst der Song der Fans zur Wahrheit:„You never walk alone!“

 

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