Gastgewerbe braucht mehr staatliche Unterstützung

IHK: Hotels, Gaststätten und das Veranstaltungsgewerbe sind besonders hart von andauerndem Lockdown betroffen

Hotels, Gaststätten und das Veranstaltungsgewerbe gehören zu den am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Branchen. Von den ersten vorsichtigen Schritten zur Lockerung des Lockdown, den die Bundesregierung am 15. April beschlossen hat, profitiert das Gewerbe nicht. „Viele Betriebe ringen deshalb um ihre Existenz“, macht Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK, deutlich. „Die bisherigen allgemeinen Soforthilfen waren hilfreich, sind aber nicht ausreichend. Das gilt nicht nur für Betriebe in zentralen Lagen, die besonders hohe Mieten zahlen müssen. Die Unternehmen brauchen dringend weitere staatliche Unterstützung“, so Wenge weiter.

Wichtig sei außerdem, dass die Betriebe wieder eine Perspektive bekämen, wann sie zumindest mittelfristig wieder öffnen könnten. „Ein ‚Licht am Ende des Tunnels‘, wäre aus psychologischer Sicht aber auch für die Planungssicherheit wichtig, so der IHK-Chef. Auch diverse Unklarheiten sollten beseitigt werden. So sei festgelegt, dass „Großveranstaltungen“ bis zum 31. August verboten sind. „Aber ab wann ist eine Veranstaltung eine Großveranstaltung?“, fragt Wenge. Eine Familienfeier in einer Gaststätte sei sicher nicht mit einem vollen Bundesligastadion vergleichbar. Hier sei eine Differenzierung wichtig, ebenso wie schrittweise Zwischenlösungen, die kleinere Veranstaltungen zumindest mittelfristig ermöglichen. „Wenn jetzt nichts passiert, drohen Existenzvernichtungen im riesigen Ausmaß und damit verbunden eine Verödung der Innenstädte, für deren Attraktivität die Gastbetriebe immer wichtiger geworden sind“, so Wenge abschließend.

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Thomas Wängler
T. 0202 2490-110, F. 0202 2490-119
t.waengler@bergische.ihk.de

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