Für ein höheres Kurzarbeitergeld in der Krise


Anhebung auf 80 Prozent des Nettoeinkommens nötig

Der Sozialverband VdK warnt vor einem sozialen Absturz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Corona-Krise. Viele Beschäftigte erhalten inzwischen Kurzarbeitergeld in Höhe von 60 bzw. 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens statt des vollen Lohns. Die VdK-Präsidentin Verena Bentele spricht sich für eine Erhöhung aus:

„Damit uns das Kurzarbeitergeld weiter gut durch die Krise bringt, müssen wir es anheben. Die Menschen warten darauf, weil viele Arbeitgeber darauf verzichten, das Kurzarbeitergeld aufzustocken. Wir halten eine befristete Anhebung auf 80 Prozent für die nächsten sechs Monate für nötig, um soziale Härten abzufedern. Aktuell wissen die Betroffenen oft nicht mehr, wie sie über die Runden kommen sollen. Hinzu kommen steigende Lebenshaltungskosten, so dass 60 Prozent Kurzarbeitergeld einfach zu wenig sind.“

Kurzarbeit ist ein bewährtes Mittel für Unternehmen, um eine wirtschaftliche Flaute zu überbrücken, ohne Mitarbeiter entlassen zu müssen. In Betrieben mit entsprechenen Tarifverträgen wird das Kurzarbeitergeld durch die Arbeitgeber aufgestockt. Auch Branchen wie etwa die Systemgastronomie, die chemische Industrie und die Deutsche Bahn stocken auf.


PM VDK

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