MEISEN LIEGEN TOT AM BODEN

 

Solingen/red-der Titel liest sich wie Hitchcocks „Die Vögel“. Das Sterben der Meisen betrifft ursprünglich nur Blaumeisen, hat nichts mit Hitchcock oder Corona zu tun. Die Vögel sitzen apathisch auf dem Boden, reagieren nicht und haben verklebtes Gefieder. Laut NABU handelt es sich um eine ansteckende Krankheit und wurde zum ersten Mal im Frühjahr 1996 von dem britischen Biologen J. K. Kirkwood isoliert. In Deutschland wurden Ostern 2020 über 8.000 tote Vögel (fast ausschließlich Blaumeisen) in einigen Bundesländern aufgefunden. Schnell kamen einige andere Meisenarten dazu. Vor allem Männchen brauchen extrem viel Energie während der Balzzeit im Frühjahr. Das schwächt das Immunsystem und führt zum Tode. Andere Todesarten können jedoch auch nicht ausgeschlossen werden.

 

 

 

Vergangene Woche wurden nun tote Meisen auf Leichlinger Stadtgebiet gesichtet. In der Nachbarstadt wurden zwischen Stadtpark und Hasensprung an einem Morgen drei tote Meisen gesichtet. Ein toter Vogel lag an der Wupper. Die solinger-rundschau.de wird nun Kontakt mit dem NABU aufnehmen und bittet die Leser ggf. um Mitteilung weiterer Beobachtungen.

 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Edeltraut Krüger NABU Solingen (Montag, 18 Mai 2020 08:39)

    Guten Morgen, bei NABU Solingen sind im Vergleich nur vereinzelt Meldungen eingegangen von betroffenen Meisen.
    Auch aus Remscheid und Wuppertal kamen bei uns nur 2/3 Meldungen an.
    Da können wir allerdings nicht sagen welche Meldungen vor Ort ankamen.
    Falls noch Fragen auftauchen , gerne bei mir melden.
    Edeltraut Krüger 0212 6458582
    0178 13 00675