Die Böhmen in Nesselrath

 

Zu Zeiten Adolf III. fielen die Böhmen ins Bergische ein und verwüsteten alles. Schließlich kamen sie auch vor das Schloss Bensberg und verlangten dessen Übergabe. Aber der Vogt von Bensberg, der Ritter Kurt von Arloff, verteidigte die Festung so tapfer, dass die Böhmen nach siebenwöchiger Belagerung unverrichteter Dinge wieder abzogen. Voller Wut plünderten sie nun das Land und verübten die scheußlichsten Greueltaten. Bald waren sie auch an der Wupper und zogen gegen Schloss Nesselrode (Gut Nesselrath) an. Nahe dem Schlosse schlugen die Böhmen ihr Lager auf.

 

Die halbe Nacht lärmten und tranken sie, bis sie wie ohnmächtig hinfielen und in einen tiefen Schlaf verfielen. Der Bensberger Ritter von Arloff war aber mit seinen Männern den Böhmen nachgezogen. In der finsteren Nacht fielen die Bergischen über die schlafenden und betrunkenen Böhmen her und setzten ihrem Leben ein jähes Ende. Eine schreckliche Schlacht an deren Ende an die fünfhundert tote Böhmen das Schlachtfeld bedeckten. So hatte der tapfere Kurt von Arloff das Land vom schlimmen Feind befreit.

 

 

 

Das Tal aber an der Wupper erhielt seinen Namen, wegen der vielen Leichen, Leichlingen.

 

 

 

Peter Nied

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0