Bürgerbüros: Termine bald online buchen

Bürgerbüros: Termine bald online buchen

Solingen/red-Schon ab Montag übernimmt das Bergische Servicecenter den Telefonservice

Pässe, Personalausweise, neue Adressen, Kfz-Zulassung – zuständig dafür sind die Bürgerbüros. Rund 1.250 Kontakte werden hier Woche für Woche erledigt. An zwei von drei Standorten lassen sich die durch Corona notwendig gewordenen Hygiene- und Abstandsregeln nicht einhalten. Seitdem konzentriert sich alles auf die Gasstraße in Höhscheid. Kommen darf nur noch, wer zuvor einen Termin vereinbart hat.

Das soll auch auf längere Sicht so bleiben. Und es ist durchaus als Fortschritt zu werten, findet Peter Würges, der bei der Stadt Solingen die Bürgerbüros leitet.

Die Terminvergabe soll dafür deutlich komfortabler werden. Dafür sorgt das elektronische Vergabeverfahren TeVis, das in den vergangenen Tagen mit Dienstleistungen (Produkten) und Bearbeitungszeiten „gefüttert“ wurde. Eine Anmeldung in Solingen nach Umzug aus einer anderen Stadt schlägt beispielsweise mit 15 Minuten zu Buche.

Ab kommenden Montag, 20. Juli, übernimmt das Bergische Servicecenter die Terminvereinbarungen. Die bisherigen Rufnummern 290-3201/-3202, /-3203 und -3204 gelten dort aber weiterhin. Die Mitarbeitenden dort erfragen das Anliegen, buchen einen Termin und teilen mit, was für das spezielle Anliegen mitzubringen ist. Wer seine e-Mail-Adresse hinterlässt, erhält eine Bestätigung per Mail.

Noch deutlich einfacher soll die Vereinbarung werden, wenn sich ein Termin bequem online von zu Hause buchen lässt. Diese Online-Variante soll kommen, sobald sich das neue System etabliert hat. Peter Würges hofft darauf, dass es Anfang des nächsten Jahres soweit ist.

Schon ab dem 1. August wird sich die Erreichbarkeit der Bürgerbüros wieder deutlich verbessern. Dann nimmt die Verwaltung die ehemalige Filiale der Sparkasse an der Mummstraße als Interimslösung in Betrieb. Damit gibt es wieder zwei Anlaufstellen mit zwölf Mitarbeiterinnen in Höhscheid und neun in Mitte, nach der Kommunalwahl sollen es in Höhscheid zehn und in Mitte 14 sein. Bis zum 13. September ist im neuen Bürgerbüro Mitte das Wahlbüro eingerichtet, wo man auch direkt seine Stimme abgeben kann.

Der Vorlauf für einen persönlichen Termin im Bürgerbüro an der Gasstraße beträgt aktuell rund zwei Wochen. Doch es gibt Ausnahmen: Wem zum Beispiel vor einer dringenden Auslandsreise der Personalausweis oder Pass gestohlen wurde, erhält schnell und flexibel einen Termin. Voraussetzung: Es muss eine Anzeige des Diebstahls bei der Polizei vorliegen.

In den Monaten März, April und Mai wurden rund 3.000 weniger Personalausweise und 1.400 Reisepässe weniger beantragt als in den Vergleichsmonaten 2019. „Wenn diese Anträge jetzt nach und nach eingehen, können wir das sicherlich bewältigen“, schätzt Peter Würges. Allerdings könnte sich dadurch vorübergehend der Terminvorlauf etwas verlängern. Doch Normalisierung ist in Sicht: Im Juni gab es bereits nur 100 Anträge weniger als 2019.

Aktuell sind in der Gasstraße zwei Schalter nur fürs Abholen beantragter Ausweisdokumente eingerichtet. Das dauert nicht länger als etwa fünf Minuten. Rund 60 Termine gibt es dort an einem durchschnittlichen Wochentag.

Bei den Meldeangelegenheiten zählten die Bürgerbüros im März, April und Mai 1.600 Fälle weniger als im Vorjahr, allerdings wurden coronabedingt wohl auch Umzüge verschoben, die grundsätzlich geplant waren. Im Juni waren es nur noch 100 weniger als im Vergleichsmonat 2019.

Große Rückstände sind hier nicht aufgelaufen. Personen, die in der Corona-Zeit beim Ordnungsamt einen Umzug beantragt hatten, erhielten ein Schreiben der Bürgerbüros, das an die Ummeldepflicht erinnerte. „Ein ordentlich geführtes Melderegister ist ja auch Grundlage des Wählerverzeichnisses für die kommenden Kommunal- und Oberbürgermeister-Wahlen am 13. September, erklärt Würges.

 

 

 

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