Klingenstadt weitet Kontrollen aus



Solingen/Viele Gastronomen beachten Abstands- und Hygieneregeln nicht ausreichend

„Wir haben die Probleme im Blick. Wir gehen in die Betriebe. Es kann auch Sanktionen geben." Mit diesen Worten bringt der Solinger Ordnungsdezernent Jan Welzel den künftigen Kurs der Ordnungsbehörde bei der Kontrolle von Abstands- und Hygieneregeln auf den Punkt. Im Fokus stehen gastronomische Betriebe und Dienstleister wie Friseursalons und Barbershops.
Anlass: die regelmäßigen Kontrollen des Kommunalen Ordnungsdienstes zeigen immer wieder, wie viele Unternehmen die vorgeschriebenen Hygieneregeln, die die Ausbreitung des CoVid-19-Virus verhindern sollen, nicht ausreichend umsetzen. Die Tendenz sei steigend, hat das Ordnungsamt festgestellt.

Beigeordneter Jan Welzel kündigte deshalb am Donnerstag die Ausweitung der Gewerbekontrollen zur Umsetzung der CoronaSchutzverordnung an. Das Außendienstteam sei um acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf 33 verstärkt worden, so dass die Zahl der Kontrollbesuche in den Betrieben erhöht werden kann. Die Kontrollen werden in Zivil durchgeführt. Die Stadt setze neben der Kontrolle weiterhin auf Aufklärung und Beratung; je nachdem, wie schwerwiegend die Verstöße gegen die Hygienevorschriften aber ausfallen, würden nun aber auch Bußgelder verhängt werden.

Wie Katharina Krings vom Ordnungsdienst bei einer Pressekonferenz in der in Sachen Hygienregeln vorbildlichen Gaststätte Rüdenstein berichtete, zeige sich in den Beratungsgesprächen vor Ort, dass nicht wenige Unternehmer angesichts der wiederholten Lockerungen der CoronaSchutzverordnung durch das Land NRW unsicher darüber seien, welche Regeln noch gelten. 90 Prozent der kontrollierten Betriebe hätten die Abstands- und Hygieneregeln der Corona-Schutz-Verordnung nicht oder nur rudimentär beachtet. Damit wachse die Gefahr, dass ein Corona-Hotspot in der Stadt entstehe und die Infektionszahlen wieder anstiegen.

Beigeordneter Jan Welzel: „Es geht nicht nur allein um die Betriebe, ich appelliere an die Einsicht aller Solingerinnen und Solinger, die auch weiterhin ihre Freizeit in Restaurants und Lokalen verbringen möchten. Wir hören von Solinger Gastronomen sehr oft, dass es nicht selten die Gäste sind, die es den Betrieben schwer machen und wenig Verständnis für die Schutzmaßnahmen zeigen."
Tatsächlich seien die Abstandsregeln aber keine Schikane: Das Ziel sei doch, die Ausbreitung des Virus zu verhindern oder wenigstens zu erschweren. Jan Welzel: „Für dieses Ziel müssen wir alle an deinem Strang ziehen. Gelingt es nicht, könnte es sein, dass das öffentliche Leben wieder mehr eingeschränkt werden muss. Das würde uns alle nicht nur um unser verdientes Freizeitvergnügen bringen, es würde auch wieder Umsatzverluste für unsere Gastronomie bedeuten und viele Arbeitplätze gefährden. Das kann niemand wollen. Mensch, nimm weiter Rücksicht!"

Welche Betriebe kontrolliert der Kommunale Ordnungsdienst?
Gaststätten (Schank- und/ oder Speisewirtschaften, darunter auch Cafés, Bars, Restaurants und Eiscafés) : rund 400
Fittnesstudios: 25
Fußpflege (inkl. Podologie): 117
Nagelstudios: 20
Massagestudios (inkl. Physiotherapie): 69
Kosmetikstudios: 21
Friseure (inkl. Barbershops): 15


PM Stadt Solingen

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