Grüne gedenken dem 75. Jahrestag der ersten beiden atomaren Vernichtungsschläge: Hiroshima und Nagasaki

Solingen/Grüne gedenken dem 75. Jahrestag der ersten beiden atomaren Vernichtungsschläge: Hiroshima und Nagasaki

 

Am 06. August vor 75 Jahren um 8.15 Uhr wurde aus einem US-amerikanischen Flugzeug eine mit Uran gefüllte Bombe abgeworfen. Kurz danach explodierte diese über der Industriestadt Hiroshima. Mit einer Geschwindigkeit von 440 Metern pro Sekunde breitete sich ein riesiger Feuerball aus, die Temperatur raste auf fast 4000 Grad Celsius. Drei Minutenspäter ragte eine pilzförmige Wolke in den Himmel. Dann fiel schwarzer Regen. 70 000 Menschen starben in Sekundenschnelle, in den Tagen danach mehr als 100.000 weitere Menschen. Drei Tage später folgte eine zweite Atombombe über Nagasaki. Hiroshima ist unsallen ein Begriff, doch die Bombe von Nagasaki war doppelt so stark. Angeblich sollte der Einsatz der Atomwaffen den Krieg schnell beenden. Das sehen Historiker heute kritisch.

 

Corinna Faßbender, Vorstandsmitglied und Ratskandidatin von Bündnis 90/Die Grünen: „Bis heute sind laut Schätzungen über 500.000 Menschen in den beiden Städten wegen der Strahlung zu Tode gekommen. Alles was lebte wurde vernichtet, neben den Menschen, unzählige Tiere und Pflanzen. Wir gedenken der vielen und unschuldigen Opfern, der Kinder, der Alten und Kranken, Menschen wie du und ich – aus Fleisch und Blut!"

 

Thilo Schnor, Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen und Spitzenkandidat für die Kommunalwahl: „Auch in Zeiten von Corona dürfen wir nicht vergessen: Heute liegen, laut Jahresbericht des Friedensforschungs-instituts Sipri, noch immer über 13.000 Atomsprengköpfe in den Lagern der Atommächte. Auch auf deutschem Boden lagern Atomwaffen der Amerikaner. Es laufen Abrüstungsverträge aus, und die Atommächte wollenAtomwaffenarsenale ‚modernisieren‘, was auch immer befürchten lässt, dass Militärs und Regierungen eben Einsätze mit diesen modernisierten Waffen für möglich halten und einkalkulieren. Wir appellieren an alle politisch Verantwortlichen, ein neues Wettrüsten zu verhindern. Unser Ziel muss ein weltweites Verbot von Atomwaffen sein!“

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