Neuer Schulhof für die "Scholle"





Neuer Schulhof für die "Scholle"


Ökologische Gestaltung statt Versiegelung

Solingen/Eine Verjüngungskur gab es während der Sommerferien für den Schulhof der Geschwister-Scholl-Gesamtschule: Das alte und marode Pflaster wurde gegen ein neues ausgetauscht. Die gesamte Fläche ist jetzt eingeteilt in rote und graue Bereiche. Das gibt nicht nur Orientierung für unterschiedliche Nutzungen, sondern hat auch wichtige ökologische Aspekte: Die grauen Pflastersteine sind zwar aus Beton, aber dennoch wasserdurchlässig. Sie versiegeln die Fläche nicht, sondern lassen Regenwasser durch, das im Untergrund versickern kann. Die roten Steine sind photokatalytisch: Sie binden gesundheitsschädliche Stickoxide der Luft und wandeln sie an der Steinoberfläche in mineralische Nitrate. Nach dem gleichen Prinzip verbessern auch Pflanzen die Luftqualität. Stadtdirektor Hartmut Hoferichter betont: "Der Schulhof wird nicht einfach versiegelt, sondern ökologisch gestaltet. Auch solche Maßnahmen sind wichtig für unser Stadtklima, vor allem in einem stark bebauten Umfeld wie hier an der Gesamtschule Ohligs."

Vor diesem Hintergrund fördert das Land Nordrhein-Westfalen die Sanierung des Schulhofs im Rahmen des Programms "Entsiegelung und naturnahe Gestaltung von Schulhöfen". Von den zuwendungsfähigen Gesamtausgaben fließen 90 Prozent - rund 620.000 Euro - aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Zum Schulbeginn sind die Arbeiten fast abgeschlossen: Der Weg zum Gebäude ist wieder frei, Teilflächen können bereits wieder genutzt werden. In Kürze wird der Schulhof neu ausgestattet: Er erhält ein Fußball- und ein Basketballfeld, eine Calisthenicsanlage, die zum Bewegen und Trainieren einlädt, außerdem neue Sitzmöbel und Tische.

Die Planung haben Schulleitung, Eltern, Schülervertretungen und Stadt Solingen eng miteinander abgestimmt, ihre Wünsche zum Angebot und zur Aufteilung des Schulhofes hatte die Schulgemeinde zunächst in einem schulinternen Prozess zusammengetragen. Schulleiterin Elke Mosebach-Gabade freut sich: „Die Arbeiten haben pünktlich am ersten Ferientag begonnen, Tag für Tag waren die Fortschritte sichtbar. Die Zusammenarbeit hat hervorragend geklappt."




Foto: Elke Mosebach-Gabade

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